Informationen zur elektronischen Signatur

Elektronische Signaturen dienen der Feststellung des Ausstellers elektronischer Daten. Die qualifizierte elektronische Signatur ersetzt die eigenhändige Unterschrift des Ausstellers und ermöglicht die Errichtung elektronischer Urkunden durch Notare.

Das Signaturgesetz unterscheidet die (einfache) elektronische, die fortgeschrittene und die qualifizierte elektronische Signatur. Nur für die qualifizierte elektronische Signatur besteht ein definierter technischer und organisatorischer Sicherheitsstandard. Nur mit ihr können deshalb Formerfordernisse im materiellen Recht (§ 126a BGB) und im Verfahrensrecht (darunter § 130a ZPO und § 3a Abs. 2 VwVfG) erfüllt werden. Auch im Beweisrecht ist die qualifizierte elektronische Signatur der Unterschrift gleichgestellt (§ 371a ZPO).

Der Notar kann Beglaubigungen und andere einfache Zeugnisse elektronisch errichten (§ 39a BeurkG). In der notariellen Praxis wird die elektronische Urkunde hauptsächlich im Handelsregisterverkehr eingesetzt. Für sie gelten besondere Sicherheitsanforderungen. So haben Notare Signaturkarten eines akkreditierten Zertifizierungsanbieters, wie der Bundesnotarkammer, zu verwenden (§ 2a DONot), die mit einem Notarattribut versehen sind. Durch die Verwendung solcher Signaturkarten wird nicht nur die Unterschrift des Notars, sondern auch sein Amtssiegel ersetzt.

Zur Erstellung einer qualifizierten elektronischen Signatur benötigen Sie die Signaturkarte eines Zertifzierungsanbieters, ein geeignetes Kartenlesegerät und Signatursoftware.

Für den Rechtsanwalt ermöglicht die qualifizierte elektronische Signatur vor allem die Antragstellung im elektronischen Mahnverfahren.

Ausführliche Informationen zur qualifizierten elektronischen Signatur können Sie der Unterrichtungssbroschüre und den häufig gestellten Fragen (FAQ) zur Signaturkarte entnehmen.