Sperrung der Signaturkarte

Sollte die Signaturkarte abhanden gekommen sein, ist es dringend notwendig, einen missbräuchlichen Einsatz zu verhindern. Daher muss die Karte umgehend gesperrt werden. Die Bundesnotarkammer wird das darauf befindliche Zertifikat unverzüglich widerrufen.

Der Widerruf des Signaturzertifikats ist auch notwendig, wenn das darin enthaltene Attribut unrichtig wird. Dies ist vor allem bei der Amtsniederlegung der Fall, da durch die Amtsniederlegung das Attribut „Notar“ entfällt. Dies gilt auch dann, wenn der Notar a. D. die Amtsgeschäfte selbst als „Notariatsverwalter“ fortführt. Weitere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte den Ausführungen „Die Signaturkarte für den Notariatsverwalter“.

Der Widerruf von Zertifikaten kann zunächst von allen Zertifikatsinhabern, deren Zertifikat von der Zertifizierungsstelle der Bundesnotarkammer ausgegeben wurde, selbst vorgenommen werden. Zum Widerruf sind aber auch alle Stellen berechtigt und verpflichtet, die eine Berufsträgereigenschaft bestätigt haben, die in einem von der Bundesnotarkammer ausgegebenen Zertifikat enthalten ist. Der Widerruf kann online über das Antragsystem, telefonisch oder postalisch beantragt werden.

Die telefonische Sperrung der Signaturkarte kann unter folgender Rufnummer vorgenommen werden:

0800 - 3550 400 (kostenfrei)

Bei der telefonischen Sperrung ist das gewählte Sperr- bzw. Widerrufskennwort anzugeben.

Die Sperrung der Signaturkarte und der Widerrufs des Zertifikats ist keine Kündigung des Vertrages über den Kartenbezug, da in der Regel eine Ersatzkarte beantragt wird. Wollen Sie den Vertrag über den Bezug der Signaturkarte kündigen, so verwenden Sie bitte unser Kündigungsformular.